Small Living Stories: Zu Besuch auf dem Gulfhof Dreybült

(Lesezeit: ca. 10 Minuten)

Es ist ein Montagnachmittag Anfang Mai. Während wir an leuchtendgelben Rapsfeldern vorbeifahren, strahlt die Sonne mit dem blauen Himmel um die Wette. Rechts von uns erstreckt sich der endlos erscheinende Deich und zur Linken tauchen sie plötzlich auf, die ersten Häuser mit dem typischen Schild im Vorgarten: „Ferienwohnung zur Möwe“, „Pension am Meer“ – und wie sie nicht alle heißen. Unser heutiges Ziel ist jedoch eine besondere Ferienunterkunft: Der Gulfhof Dreybült in Neßmersiel, Ostfriesland.

Fast 250 Jahre lang tobte sich das norddeutsche Klima an den Gemäuern aus, bevor das denkmalgeschützte Gebäude schließlich mit viel Liebe zum Detail von Thomas Grundke und drei weiteren Investoren saniert wurde. Entstanden sind 12 moderne Ferienwohnungen, deren Architektur die Geschichte auf eindrucksvolle Weise mit der Moderne verschmelzen lässt. Die Sanierung dauerte, nicht zuletzt auf Grund der strengen Denkmalschutzauflagen, rund zwei Jahre, während das Konzept für die zukünftigen Wohnungen schnell klar war: Die Einrichtung sollte eine urbane Gemütlichkeit ausstrahlen, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängen, während klare Linien für optische Ordnung sorgen sollten. Der Fokus für die Materialien lag dabei vor allem auf Langlebigkeit und Qualität.

 

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Überraschend: Der Blick auf die beeindruckende Scheune lässt nicht erahnen, was einen im Inneren erwartet.

 

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 Vom Bett aus kann man am Abend das Licht des alten Leuchtturms von Norderney beobachten.

 

„Das Schöne an einem Müller Möbel ist, dass es auf der einen Seite zwar durch das Design auffällt, sich andererseits aber auch wunderbar der Umgebung anpasst, ohne dabei aufdringlich zu wirken.“

 

 

Herr Grundke, erstmal vielen Dank, dass Sie uns an dieser traumhaften Kulisse empfangen! Da drängt sich auch direkt die erste Frage auf: War das Liebe auf den ersten Blick?

TG: Das Ganze begann eigentlich erstmal recht unromantisch: Zwei Brüder hatten damals diesen Hof mit der Vorstellung angekauft, eine Ferienimmobilie daraus zu machen. Und ich war tatsächlich der erste Investor, der sich das Ganze dann live angeschaut hat. Das war ein Septembertag im Jahr 2016 und ähnlich wie heute: die Sonne strahlte, die Felder drum herum waren schon gemäht und es sah ein bisschen aus wie bei Dornröschen: Die Natur rankte wild auf dem Gelände und das Gebäude befand sich in keinem sehr guten Zustand. Man merkte sofort, dass hier dringend etwas getan werden musste. Aber gleichzeitig spürte ich sofort diesen besonderen Charme. Ich bin dann auch den ganzen Nachmittag geblieben, bis es schließlich zu dämmern begann. Und dann sah ich den alten Leuchtturm von Norderney, der genau in diese Richtung strahlt (Im alten Wohnteil des Hauses wird man übrigens abends vom Licht des Leuchtturms angestrahlt). Ja und dann war es tatsächlich doch so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Mir war einfach klar: Wenn es so ein Hof wird, dann dieser! Allein die Größe hat mich auch sehr beeindruckt. Die Scheune ist 45 Meter lang und das zeigt, was für ein großer landwirtschaftlicher Betrieb es einmal gewesen ist. Und letztlich steckt ja so viel Geschichte in diesen Wänden. Alles zusammen hat dann einfach dieses ganz besondere Flair ergeben.

 

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Erholung pur: Die Dachfenster mit Balkon bieten einen traumhaften Ausblick über die Wiesen und Felder.

 

 

Dieser alte Gulfhof ist also wirklich etwas Besonderes. Können Sie uns noch ein klein wenig zur Historie dieser Immobilie erzählen?

TG: Die Familie Poppen hat den Hof im Jahr 1776 erbauen lassen und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet. Die Jahreszahl sowie die Initialen „J.P.“ (Johann Poppen) haben wir daher auch bewusst mit in unser Logo aufgenommen. Ab ca. 1880 wurde der Hof von Familie Heykena übernommen und ebenfalls sehr lange weitergeführt. Nach etlichen Pächterwechseln wurde der Hof dann 1982 an Frau Stock verkauft. Frau Stock kam aus dem Ruhrgebiet, hatte sich Hals über Kopf in die Nordseeküste verliebt und den Hof mehr oder weniger gerettet. Sie führte lange Jahre einen Antikmarkt in der Scheune. Und im Jahr 2015 wurde Dreybült dann von den beiden Brüdern aus Oldenburg gekauft. Der Hof ist also wirklich sehr lange landwirtschaftlich genutzt worden. Übrigens ist der Name „Dreybült“ leider nicht ganz eindeutig überliefert. Nachforschungen haben ergeben, dass der Hof mit „dree bült“ (Plattdeutsch für „drei Haufen“) in Verbindung gebracht wird – wenn man sich hier umschaut, findet man jedoch leider keine drei Haufen mehr. Es lässt sich also nicht genau feststellen, wie der Name wirklich zustande kam. Die gute Frau Stock hat die Bezeichnung damals allerdings aufgegriffen und daraus den heutigen Namen Dreybült gemacht. Wir fanden das so charmant, dass wir die Bezeichnung auch genauso übernommen haben. 

 

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Liebe zum Detail: Abgetrocknet wird mit waschechten „Dreybült-Handtüchern“.

 

 

Wie viele Wohnungen stehen den Gästen zur Verfügung? Und wodurch zeichnet sich die Einrichtung besonders aus?

TG: Den Gästen stehen insgesamt 12 Wohnungen zur Verfügung. Sechs Wohnungen befinden sich in der Scheune, vier im alten Wohnhaus und zwei im alten Schweinestall. Die Architektur der sechs Wohnungen in der Scheune ist sehr besonders: es handelt sich hierbei um einzelne Kuben, die in die Scheune hinein gebaut wurden. Inzwischen hat das Ganze auch schon Nachahmer gefunden, da die Architektin, Frau Müller aus Oldenburg, einen Preis für diesen architektonischen Entwurf gewonnen hat. Wir haben damals ganz bewusst entschieden, nicht einfach nur etwas umzubauen, sondern viel mehr etwas Neues innerhalb dieser historischen Mauern zu schaffen. Und wenn man heute in die riesige Scheune hineintritt, dann spürt man direkt diesen besonderen Charme. Außerdem ist die Scheune natürlich auch für Kinder und Familien ein echter Segen. Wenn wieder einmal norddeutsches Schmuddelwetter herrscht, dann kann im Inneren nach Lust und Laune Fußball gespielt oder gekickert werden, um anschließend im großen Gemeinschaftsraum zusammen eine Tasse Tee zu trinken.

Und dann ist da natürlich noch das alte Wohnhaus. Zusammen mit dem Denkmalamt haben wir versucht, alles zu erhalten, was möglich war. Wenn man dort eintritt, dann weiß man sofort: okay, genauso hat es hier früher einmal ausgesehen! Die Balkenlage ist zum Beispiel erhalten geblieben und die alten Türen und Fenster wurden aufgearbeitet – deswegen ist auch alles etwas schief und krumm. Aber das war es uns einfach wert. Was wir erhalten konnten, das haben wir erhalten, um ganz bewusst das Neue mit dem Alten zu verbinden. Diese Verbindung sollte sich auch bei der Inneneinrichtung widerspiegeln. Das Norddeutsche, die Bodenständigkeit und klare Linien sollten in Verbindung mit dem Farbkonzept dafür sorgen, dass man zwar einen alten Bauernhof wahrnimmt, aber eben in einem neuen Gewand. 

 

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„Haus im Haus“: Im Inneren der Scheune befinden sich die zweigeschossigen Wohn-Kuben.

 

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Der gemütliche Gemeinschaftsraum ist Treffpunkt für Jung & Alt.

 

 

Einige der Wohnungen sind ja auch mit Möbeln von Müller Small Living ausgestattet – und das bereits seit einigen Jahren. Wie wichtig sind Ihnen Qualität und Verarbeitung der Möbel?

TG: Das Thema ist sehr, sehr wichtig. Mit so vielen Gästen im Jahr wird die Langlebigkeit der Möbel einfach zu einem der Hauptauswahlkriterien – natürlich immer auch in Verbindung mit dem Aspekt der Ästhetik. Aber häufig ist es ja so, dass gerade das, was so schön aussieht, eben leider auch sehr empfindlich ist. Es galt also Möbel auszuwählen, die beides miteinander verbinden: Ein schönes Design in Kombination mit Robustheit und Langlebigkeit. Ein Glück wurden wir hier bei Müller Small Living sehr schnell fündig. Die Oberflächen sind sehr unempfindlich, das Design ist zeitlos schön und lässt sich sehr gut mit der restlichen Einrichtung kombinieren. Wir wollten nämlich nicht, dass wir uns in fünf Jahren die Möbel ansehen und feststellen müssen, dass diese total aus der Mode gekommen sind. Das Schöne an einem Müller Möbel ist außerdem, dass es auf der einen Seite zwar durch das Design auffällt, sich andererseits aber auch wunderbar der Umgebung anpasst, ohne dabei aufdringlich zu wirken. 

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Federleichter Schlaf: Das FLAI Bett im Elternschlafzimmer.

 

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 Der Klassiker darf nicht fehlen: Die praktische STAPELLIEGE im Dachgeschoss.

 

„Häufig ist es ja so, dass gerade das, was so schön aussieht, eben leider auch sehr empfindlich ist. Es galt also Möbel auszuwählen, die beides miteinander verbinden: Ein schönes Design in Kombination mit Robustheit und Langlebigkeit. Ein Glück wurden wir hier bei Müller Small Living sehr schnell fündig.“

 

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  Gemütlich: Direkt unter dem Dach sorgen die PLANE Betten im Kinderzimmer für ruhigen Schlaf.

 

 

Müller Small Living steht für eine klare Formensprache und ein auf das Wesentliche reduziertes Design. Das sich dieser Minimalismus ganz wunderbar mit Gemütlichkeit vereinbaren lässt, stellen Sie eindrucksvoll unter Beweis. Würden Sie sagen, dass ein zeitlos-minimalistisches Design der Grundstein für eine gelungene Einrichtung ist?

TG: Absolut. Klare Linien, schöne Materialien, ein zurückgenommenes Design – diese Kombination schafft direkt eine gewisse Ordnung. Man betritt einen Raum und wird nicht überfrachtet mit Eindrücken, sondern findet sich auch mit dem Auge sofort zurecht. Und dennoch muss es nicht kühl wirken. Gerade durch die Materialien, wie zum Beispiel die Schichtholzkante bei Müller, wird eine urbane Gemütlichkeit erzeugt. Bei einem Bett oder einem Schrank plant man außerdem auch mit einer langen Nutzungsdauer. Insofern hat uns das Design von Müller sofort überzeugt. 

 

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Thomas Grundke im Gespräch mit Müller Small Living.

 

 

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 Old meets new: Der offene Wohnbereich im Dachgeschoss des alten Wohnhauses.

 

 

Unser Firmensitz samt Produktion liegt quasi direkt um die Ecke. Was bedeuten Themen wie Regionalität und Nachhaltigkeit für Sie persönlich?

 TG: Diese Themen sind mir sehr wichtig. Es geht natürlich nicht immer alles, das mussten wir auch feststellen. Aber wir haben versucht, möglichst viel mit Unternehmen aus der Region zu realisieren. Die Zusammenarbeit mit Müller hat zum Beispiel von Anfang an total Spaß gemacht. Wir durften nach Bockhorn kommen und wurden durch das Werk geführt. Dort konnten wir dann live erleben, wie viel Wert ihr auf das Thema Nachhaltigkeit legt und welche Materialien ihr verarbeitet. Das Miteinander war einfach total angenehm: Bei euch ist man nicht irgendwer oder gar nur eine Nummer, sondern man spürt, wie wichtig euch der persönliche Kontakt ist. Selbst die etwas komplizierteren Maßanfertigungen wurden von euch klasse umgesetzt. Und um den Kreis wieder zu schließen: so eine gute Zusammenarbeit funktioniert halt einfach nur, wenn man sich regionale Partner sucht. Sicherlich hätten wir mit Möbeln aus anderen europäischen Ländern noch Geld einsparen können, aber wir sind sehr froh, uns für Qualität und Regionalität entschieden zu haben.

 

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Maßarbeit: die Einbauschränke wurden individuell an die jeweilige Raumsituation angepasst.

 

 

Haben Sie ein Lieblings-Müller Möbel?

TG: Ja! Das FLAI Bett von kaschkasch, was wir hier ja auch in fast allen Wohnungen eingesetzt haben, ist auf jeden Fall ein Favorit. Das Bett besitze ich auch privat und bin nach wie vor begeistert davon. Außerdem habe ich zu Hause den FLATFRAME von Michael Hilgers. Auf dieses Möbel werde ich total oft angesprochen, weil es einfach so cool und praktisch ist. 

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„Budder bei die Fische“: was erwartet die Gäste, wenn sie ihre Ferien im Gulfhof Dreybült verbringen?

TG: *Schmunzelt* In zwei, drei Wörtern kann man das gar nicht beschreiben. Auf der einen Seite ist das definitiv die Schönheit der Natur und der Landschaft. Die muss man übrigens auch erstmal sehen können! Es soll ja Menschen geben, die unsere Nordseeküste als langweilig bezeichnen und stattdessen die Ostsee anpreisen. Aber wer einmal hier war und ganz bewusst die Natur wahrnimmt, der wird sich ganz sicher auch in die Nordsee verlieben. Und zwar nicht nur an so traumhaften Tagen wie heute, sondern auch, wenn sich die Nordsee von ihrer stürmischen und wilden Seite zeigt.

Am Hof selber ist es auf jeden Fall die Ruhe. Man kann den Blick über die Felder schweifen lassen und hört den Wind – aber meist auch nicht viel mehr. Es stellt sich einfach sofort eine Entspannung ein. Und wer dann doch mal etwas Anderes sehen möchte, der kann einen Tagesausflug auf die Inseln machen oder in den beschaulichen Fischerdörfern wie Greetsiel vorbeischauen. Das Gesamtpaket stimmt einfach!

 

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Sattes Grün: Der weiträumige Garten lädt zum Grillen, Relaxen und Spielen ein.

 

 

Last but not least: Drei Dinge, die man während eines Urlaubs in Neßmersiel auf keinen Fall verpassen sollte?

TG: Den frischen Fisch sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Ein absoluter Geheimtipp ist „Aggis Huus“ in Neßmersiel – dort gibt es die beste Scholle weit und breit!

Als nächstes einen Tagesausflug auf die Insel Baltrum, weil sie einfach noch etwas ganz Ursprüngliches hat. Spätestens, wenn man den ersten Fuß auf die Insel gesetzt hat, stellt sich totale Entspannung ein; Baltrum ist Nordsee pur.

Letzter Tipp: ein Besuch bei den Seehunden in Norddeich. Denen kommt man nämlich ansonsten selten so nah. Auf dem Rückweg kann man dann einen der traumhaften Sonnenuntergänge am Strand von Neßmersiel genießen. 

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Uriges Plätzchen: hier lassen sich in aller Ruhe Ausflugspläne schmieden.

 

Wir haben den Nachmittag auf Dreybült sehr genossen und machen uns, trotz des Montags, mit ein wenig Urlaubsfeeling im Gepäck auf die Rückfahrt nach Bockhorn.

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Neugierig?

Alle Informationen zu Dreybült und den Buchungsmöglichkeiten erfahrt ihr unter https://www.dreybuelt.de/

Alles zum Thema „Objekt“ erfahrt ihr außerdem unter https://muellermoebel.de/uebersicht-objekteinrichtung

 

 

 

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